„Bis 1463 war Vöhringen Filial von Bergfelden und hatte für den Gottesdienst eine Kapelle, die St. Peter geweiht war. An sie erinnert der Chor der heutigen Kirche mit seinem schmalen frühgotischen Fenster im unteren Turmgeschoss. 1422 ist als Kaplan der Peterskapelle ein Pfaff Ungericht genannt.
Wohl im Zusammenhang mit der Erhebung zur eigenen Pfarrei erfolgte die Aufstockung des Turmes mit gotischem Maßwerk in den oberen Fenstern und die Erweiterung der Kirche. Die heutige Gestalt empfing sie bei nochmaliger Erweiterung im Jahr 1773, da sie bei wachsender Bürgerschaft (803 Einwohner) als zu klein empfunden wurde.
Eine innere Umgestaltung erfuhr sie nochmals 1960/62.
Am 9. September 1962 wurde sie durch Landesbischof D. Dr. Haug ihrer Bestimmung in feierlichem Gottesdienst übergeben.“
Wenn 96 Konfirmanden sich nebeneinander stellen, können sie die Kirche umfassen.
Im Innern der Kirche gibt es manche Gegenstände, die eine stumme Predigt halten:
Die brennenden Kerzen, das Kreuz mit dem Engel, die aufgeschlagene Bibel auf dem Altar, das Auferstehungsfenster im Chorraum, die Jahreslosung, die über dem über 530jährigen Taufstein hängt
Der Fuß des Taufsteins von 1463 wächst aus acht Tierleibern, von denen je zwei in einem Kopf zusammenlaufen zu einem achteckigen Taufbecken empor.
Die vier Köpfe bedeuten Lüge, Sinnlichkeit, Völlerei und Eitelkeit. Am Fuß des Taufbeckens gelten sie als überwunden durch Christus.
Ein getaufter Christ darf sich als neuer Mensch bewähren.
Das Kirchenschiff ist hell und groß und bietet Platz für 540 Gottesdienstteilnehmer.
1962 wurde der ehemalige Mittelgang zugunsten durchlaufender Bänke entfernt.
Auf der Empore finden weitere 280 Gottesdienstteilnehmer Platz. Dort oben steht auch die Orgel, die 1963 durch die Gebrüder Link aus Gingen an der Brenz erbaut wurde. 31 große Orgelpfeifen sind von außen sichtbar. Die Orgel hat einen sehr vollen schönen Klang.
Auf dem Turm hängen
3 Glocken. Die beiden größten und ältesten sind 1486 entstanden. Die kleine Glocke wurde 1951 gegossen.